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Stühlen macht man Beine

Möbel zum Stapeln und Klappen für Büros: Hiller gehört zu den führenden Herstellern auf dem Nischenmarkt Objektmöbel.

F.A.Z.

6.02.2020

Lilli Schwärzel

Max-Planck-Gymnasium Lahr, Lahr

Die Hiller Objektmöbel GmbH aus Kippenheim gehört mit etwa 20 bis 25 Prozent Marktanteil in Deutschland nach Angaben des Geschäftsführers Alexander Gut zu den führenden Herstellern auf dem Nischenmarkt Objektmöbel. Das sind Möbel für das professionelle Umfeld, die sich durch eine hohe Praktikabilität auszeichnen, weil man sie zum Beispiel gut kombinieren und stapeln kann. Hiller erwirtschaftet nach eigenen Angaben mit 180 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro. Die Exportquote belaufe sich auf 36,5 Prozent. Man produziert vor allem für die Messe- und Kongressindustrie. Die Möbel findet man beispielsweise in Flughäfen, in den Häusern internationaler Hotelgruppen und in den Zentralen deutscher Großunternehmen in Amerika.

In den 1960er Jahren entwickelte Erich Hiller, einer der Gründer, den ersten Klapptischbeschlag, eine schwenkbare Halterung, durch die Tische zusammengeklappt werden können. Einen Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg erhielt man für die 1994 installierte Wasser-UV-Lackieranlage. Das System auf Wasserbasis reduziert Lackabfälle.

Eine jüngere Innovation ist das digitale Informationsübermittlungssystem „no.e“. „Sie können damit Leute begrüßen, Namen oder Werbung einblenden“, erklärt Gut. Das System ist in das Möbelstück eingearbeitet und braucht keine Stromversorgung durch Akkus oder Kabel. Das Bespielen der Displays und damit die Übermittlung von zum Beispiel Sitzplatznummern, Fotos, Firmenlogos oder Funktionssymbolen an die Möbel funktioniert über eine Internetseite.

Das Unternehmen bietet ein breites Sortiment an Sitzmöbeln und Tischen an. Die stapelbaren Stuhlmodelle für die Reihenbestuhlung und die klapp- und stapelbaren Tische gehören zu den Bestsellern. Kunden können Materialien, Formen und Farben der Möbel wählen. Hiller verkauft nach Angaben des Geschäftsführers rund 300 000 Stühle und 60 000 Tische im Jahr.

Zur Veröffentlichung in der F.A.Z.

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