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Das Start-up Flip vereinfacht mit einer App die Kommunikation in Unternehmen.

F.A.Z.

1.08.2019

Tabea Kriwet

Otto-Hahn-Gymnasium Ostfildern, Ostfildern

Unternehmen sind an einer raschen und unkomplizierten Kommunikation zwischen ihren Mitarbeitern interessiert. Damit sie intern bleibt, läuft die E-Mail-Kommunikation über eigene Server. Allerdings chatten inzwischen viele Menschen am liebsten schnell und unkompliziert über Messenger wie Whatsapp. Doch die Nutzung sozialer Medien ist für die interne Firmenkommunikation verboten. Um den lange andauernden Prozess des Hin- und Hermailens zu beenden, ist die App Flip entwickelt worden.

Die 2015 in Stuttgart gegründete Flip UG will die Kommunikation in deutschen Unternehmen verbessern. Man hat nach eigenen Behauptungen die besten Funktionalitäten der beliebtesten Social-Media-Apps in einer für die Kunden angepassten App gebündelt. So hat jeder Mitarbeiter ein eigenes Profil und ist ähnlich wie bei Facebook in einer Gruppe, in der Informationen mitgeteilt und Dokumente verschickt werden. Gruppen- und Einzelchats ähneln Whatsapp. Doch Flip betont die Unterschiede: „Alles nur intern und in Deutschland gehostet, um optimalen Datenschutz gewähren zu können.“

Benedikt Ilg, Giacomo Kenner und Johannes Niedworok haben Flip gegründet. Der Auslöser war ein duales Studium bei Porsche. Mit Blick auf die interne Kommunikation dachte Ilg: „Da muss es doch eine bessere Lösung geben.“ Flip sei bisher stetig gewachsen und beschäftige inzwischen 18 Mitarbeiter. Laut Ilg ist der größte Kunde Porsche. Ein Projektteam aus Flip- und Porsche-Mitarbeitern treffe sich alle zwei Wochen, um die internationale Nutzung der App zu besprechen. Weitere bedeutende Kunden seien Bauhaus und Wüstenrot.

Ilg zufolge brauchen die IT-Spezialisten zwischen einem und sieben Tagen, um die Kundenwünsche zu verwirklichen. Anschließend gibt es eine Einführung im Unternehmen, gefolgt von einer zwei- bis viermonatigen Testphase. „Nach diesem Pilotprojekt hat bis jetzt jeder Kunde Flip im gesamten Unternehmen eingeführt“, berichtet Ilg.

Die App wird in Form eines Abonnements verkauft und kostet je Nutzer zwischen 5 und 7 Euro im Monat. Große Kunden bekämen Rabatte. Den Umsatz für 2019 schätzt das Unternehmen auf eine halbe Million Euro. Der gesamte Gewinn werde reinvestiert. Flip will wachsen und den Marktanteil vergrößern.

Zur Veröffentlichung in der F.A.Z.

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