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Am Pool geht ein Film ab

Ein Schwimmbadbauer mischt Youtube auf

F.A.Z.

2.09.2021

Sophie Kamann

Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium, Pritzwalk

Leif Rhinow,   Geschäftsführer der 2006 im brandenburgischen Pritzwalk  gegründeten Pool- und Saunatechnik, teilt auf Instagram mit seinen fast 15 000 Followern  Fotos seiner selbst kreierten Poolanlagen.   Youtube-Videos, die in Kooperation mit dem bekannten Youtuber Julien Bam und  dem Handwerkerportal MyHammer entstehen, werden teilweise  über 2 Millionen Mal angeklickt. „Mein erstes Video war 2019 eine Reaktion auf Videos des Youtubers Julien Bam, der in seinem Garten ohne professionelle Hilfe einen Pool gebaut hat. Ich habe mir zuerst nicht viel dabei gedacht“,   erzählt Rhinow.

Bam reagierte in einem weiteren Video;   es ging   hin und her. „Schließlich wurde ich sogar zur Begutachtung seines Pools nach Aachen eingeladen und half im Folgenden, das Amateur-Schwimmbecken in eine schicke moderne Poolanlage zu verwandeln“, berichtet Rhinow. Dokumentiert wurde das mehrmonatige Projekt  auf  Bams Youtube-Kanal.

 Seitdem ist die Zahl von Rhinows Aufträgen  gestiegen. Er erklärt sich das damit, dass Kinder und Jugendliche viel Zeit  auf Internetseiten wie Youtube verbrächten. „Sie erzählen ihren Eltern und Großeltern von uns, die dann zu Kunden werden“, sagt Rhinow. Auch die Corona-Pandemie habe  Aufträge gebracht,  weil viele Familien zu Hause Urlaub machten. Statt 12 bis 13 Pools im Jahr entstünden nun 15. Das Team hat der Schwimmbadbauer von    fünf auf sechs Mitarbeiter aufgestockt.     

 Personen des öffentlichen Dienstes, Ärzte und Lehrer seien am ehesten bereit, die Anlagen mit einem durchschnittlichen Preis von 30 000 Euro zu bezahlen, sagt Rhinow.  „Die preiswerteste Variante sind Stahlwandbecken; dann gibt es noch Styropor-Schalstein-Becken.“  Ebenfalls hochwertig sind die Einstückbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Von Rhinows Beliebtheit im Netz zeugen Reaktionen auf Poolprojekte verschiedener Youtuber, „Leif­Streams“ und  ein „Poolsong“ in Kooperation mit Julien Bam. „Der Kontakt mit Julien hat mir vor allem gezeigt, wie wichtig digitaler Content heutzutage ist“, sagt der Brandenburger.

Sophie Kamann

Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium, Pritzwalk

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