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Sonnenschein wird zum Regelfall

Marktführer Resol stellt das Herz einer Solaranlage her.

F.A.Z.

5.05.2017

Tarek Aljahed

Alfred-Krupp-Schule, Essen

Solaranlagen dienen der Umwandlung von Sonnenenergie in eine andere Energieform. Gesteuert werden sie von Solarreglern. Sobald im Kollektor ausreichend Wärme gesammelt worden ist, wird diese in den Speicher transportiert. Dabei wird die Temperatur gemessen: im Kollektor an der heißesten und im Speicher an der kältesten Stelle. Bei Temperaturdifferenzen zur vorher festgelegten Temperatur kommt der Regler ins Spiel. Er gibt den Impuls zum Wärmetransport, wenn der Wert überschritten wird, und zum Abschalten der Pumpe, wenn der Wert unterschritten wird. „Er ist das Herz einer Solaranlage“, sagt Rudolf Pfeil, Geschäftsführer und Gründer der Resol Elektronische Regelungen GmbH aus Hattingen in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 100 Mitarbeiter und ist laut Pfeil Weltmarktführer für Solarregler in der thermischen Solarbranche.

Den ersten Regler entwickelte Pfeil 1977 für einen Bekannten. Damals war er noch studentische Hilfskraft an der Universität Bochum. Es gab die ersten thermischen Solaranlagen in Deutschland, und „irgendwo fehlte die entsprechende Elektronik dazu“. Pfeil stellte fest, dass es einen Bedarf gab, und gründete im selben Jahr sein Unternehmen. 1980/81 sei es in Deutschland zu einem großen Einbruch in der Solarbranche gekommen, weil Wärmepumpen in den Markt drängten, erzählt der Unternehmer. Sie verschwanden aber aus Qualitätsgründen nach ein paar Jahren wieder. Resol sei schon international tätig gewesen und habe somit „in dieser Krise ganz gut überlebt“.

Im Jahr 2016 verkaufte Resol nach eigenen Angaben rund 120000 Solarregler; einer kostet zwischen 60 und 800 Euro. Laut Pfeil wurde ein Umsatz von 12 Millionen Euro erwirtschaftet; 60 bis 70 Prozent entfielen auf Solarregler, der Rest auf Frischwasserregler, Heizungsregler und Zubehör. Resol beliefert mehrere tausend Kunden in siebzig Ländern. Den Schwerpunkt bildet Europa. So liegt der Marktanteil bei Reglern für thermische Solarsysteme in Spanien bei 90 Prozent und in Frankreich und Deutschland bei 60 bis 70 Prozent. Der Exportanteil beträgt rund 70 Prozent.

„Forschung und Entwicklung haben einen ganz großen Stellenwert“, sagt der Gründer. Ein großes Thema ist das Zusammenwachsen von Solarwärme und Solarstrom, außerdem die Weiterentwicklung von Systemen für Frischwasser.

Zur Veröffentlichung in der F.A.Z.

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